Systeme zur Wasserenthärtung bei einer Luftbefeuchtung @

Einsatz von Enthärtungsanlagen mit
HygroMatik Heizkörper-Dampfluftbefeuchtern

Hintergrund:

Trinkwasser enthält Mineralien in mehr oder minder hoher Konzentration, die üblicherweise beim Erwärmen ausfallen. Um den Reinigungsaufwand der Dampfbefeuchter möglichst klein zu halten, bieten sich 2 Möglichkeiten der Wasseraufbereitung an:

    • Betrieb an VE-Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage mit ca. 3..20 μS/cm Restleitfähigkeit (Vollentsalzung)

Ergebnis: hier setzen sich nahezu keine Mineralien ab, da diese zu etwa 99% aus dem Wasser entfernt werden, die Luftbefeuchter werden extrem wartungsarm betrieben

    • Betrieb an Weichwasser aus einer Enthärtungsanlage mit einer Resthärte
      von 0 °dH (Vollenthärtung)

Ergebnis: hier können sich Mineralien absetzen, jedoch sind dies üblicherweise keine Härtebildner, so dass zwar vermehrt Salzablagerungen auftreten, die jedoch über eine erhöhte Abschlämmrate ausgespült werden können, bevor sich diese als Inkrustierungen auf den Heizkörpern oder an Zylinderboden und –wandung absetzen.

 

Erläuterung:
In einem Gesundheitszentrum laufen HygroMatik- Testgeräte Typ SLH seit 2015: hier ging es uns im Wesentlichen um Erfahrungen mit neuen Heizkörpern, die inzwischen in die Serienfertigung eingeflossen sind.

Gleichzeitig wurde hier ein Testbetrieb an einer Single-Enthärtungsanlage eingerichtet, um Erfahrungen mit der Auswirkung auf die Standzeit bei Heizkörperbefeuchtern und die Verlängerung der Wartungszyklen bei Betrieb an Weichwasser zu ermitteln mit positivem Ergebnis.

 

Die zwei Bilder des geöffneten Zylinders des Feldtestgerätes SLH15 und der 3 Heizkörper nach etwa 2 Tonnen produziertem Dampf bei ca. 2/3 Ø-Last sehen nahezu unbenutzt aus:

    • die Incoloy-Heizkörper zeigen keine Ablagerungen
    • das Zylinderunterteil ist sehr sauber und zeigte nur minimalste Ablagerungen
    • diese Erfahrungen aus dem Jahr 2016 konnten seitdem bei den regelmäßigen
      Begehungen bestätigt werden.

 

Die vorhandene Wasserqualität liegt mit einer Gesamthärte von 15°dH bei einer Karbonathärte von ca. 21 °dH und einer Leitfähigkeit von ca. 850 μS/cm im Bereich „hartes Wasser“.

Die im Wasser vorhandenen Mineralien fallen beim Verdampfen aus und sammeln sich meist an den heißen Flächen oder sinken zu Boden. Im Mittel kann man bei einem „harten“ Wasser mit etwa 400 .. 800 mg/l Trockenrückständen rechnen, das enspräche je Tonne produziertem drucklosem Dampf etwa 0,4 bis 0,8 kg Ablagerungen im Zylinder, je nach eingestellter Abschlämmung.

 

Fazit:
Mit einer Enthärtung kann nach unserer Einschätzung oftmals der Wartungsaufwand deutlich reduziert werden gegenüber einem Betrieb an Trinkwasser, gleichzeitig liegen die Investitionen meist deutlich unterhalb der Investitionen für eine Umkehrosmoseanlage inkl. Enthärtung.

Gern unterstützen wir Sie im Bedarfsfall bei der Auswahl einer technisch-wirtschaftlichen Lösung für einen optimierten Betrieb von Dampfbefeuchtern.

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